Fahrzeuge

Unsere Fahrzeuge

Der Fuhrpark der Freiwilligen aus Lichtendorf besteht derzeitig aus 2 Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller und unterschiedlicher Normen. Es handelt sich dabei um 2 Löschfahrzeuge der Normbezeichnungen LF 16/12 und LF 16-TS. Beide Fahrzeuge erfüllen bestimmte Aufgaben und sind für bestimmte Zwecke ausgerüstet. Sie können jedoch unabhängig von einander und vollkommen autark zur Brandbekämpfung eingesetzt werden.


LF 16/12 – Florian Dortmund 27-44-01

 

– Fahrgestell: MB 1124 Automatic

– Gewicht: 11 Tonnen inkl. Wasser

– Aufbauhersteller: Schlingmann

– Motor und Antrieb: 177 KW (240 PS),
Heckantrieb, Automatikgetriebe

– Besatzung: 1/8

– Sondersignal: RTK 4 Blaulichtbalken,
Frontblitzer und Heckblaulicht; 4-Klang-
Martin-Presslufthorn, Bullhorn

– 1600 Liter Wassertank

 

Das in Lichtendorf eingesetzte LF 16/12 zählt zu der Gruppe der so genannten Löschgruppenfahrzeuge. Kabine und Fahrgestell stammen hier von Mercedes-Benz, der Geräteaufbau ist von der Firma Schlingmann. Die Normbezeichnung LF 16/12 beschreibt dabei die Zugehörigkeit zu der genannten Fahrzeuggruppe, sowie die Nennförderleistung der Pumpe und den Inhalt des Wassertanks. Die im Fahrzeugheck verbaute Pumpe kann hier eine Wassermenge von 1600 l/min bei 8 bar Ausgangsdruck fördern. Das Fassungsvermögen des im Heck verbauten Wassertanks beträgt nach Norm mindestens 1200l, häufig ist jedoch ein 1600l Tank verbaut (so auch bei uns). Neben dem Löschwasser stehen noch unterschiedliche Feuerlöscher, als auch zumischbarer Löschschaum in Kanistern zur Brandbekämpfung zur Verfügung. Aufgrund seiner Ausstattung ist das LF 16/12 das Fahrzeug, welches zu Einsätzen als erstes ausrückt.

Schnellangriff
Der Schnellangriff ist ein gummierter, auf einer Haspel aufgerollter formstabiler Schlauch, der fest mit dem Fahrzeugtank und der Pumpe verbunden und somit binnen Sekunden einsatzbereit ist. Dieser wird häufig bei Pkw- und Containerbränden eingesetzt.

Mobiler Wasserwerfer

Schere und Spreizer von Weber Hydraulik

 

Schaumrohre
und -zumischer zur Produktion von Löschschaum. Kommen oft bei Pkw-Bränden oder brennenden Flüssigkeiten zum Einsatz. Hierbei sollen Flüssigkeiten mit einem Schaumteppich abgedeckt und somit die Flammen vom benötigtem Sauerstoff getrennt und erstickt werden.

A-Saugschläuche
Bei den so genannten Saugschläuchen der Größe A handelt es sich um Schläuche, die durch ihre starre Beschaffenheit dazu geeignet sind, große Wassermengen aus offenen Gewässern, wie Kanälen, Flüssen und Seen mit der Fahrzeugpumpe anzusaugen.

6 Pressluftatmer
Pressluftatmer sind mit unter Druck befüllter Atemluft gefüllte Atemschutzgeräte. In Verbindung mit den Atemschutzmasken bilden sie ein geschlossenes System und liefern dem Angriffstrupp frischen Sauerstoff und schützen so vor giftigen Brandgasen oder sonstigen gefährliche Atemgiften.

Gas-Messgeräte
Wir verfügen über ein Ex-Messgerät zur Überprüfung der Ungebungsluft auf ein explosionsfähiges Gasgemisch und über einen Messkoffer zum Nachweis verschiedenster Gase.

Hochleistungslüfter

Ausfahrbarer und mobiler Lichtmast

Stromgenerator

Rettungssatz
Der Rettungssatz besteht zum einen aus den hydraulischen Komponenten (Schere, Spreizer, Rettungszylinder, Türöffner) und den druckluftbetriebenen Hebekissen.

Tragbare Leitern
Das Auto besitzt zwei tragbare Leitern: 3-teilige Schiebeleiter (12m Rettungshöhe) und 4-teilige Steckleiter (8,4m Rettungshöhe)

Bei dem LF 16-TS handelt es sich ebenfalls um ein so genanntes Löschgruppenfahrzeug. Kabine und Fahrgestell stammen hier von Iveco. Der Aufbau wurde von der Firma Lentner gefertigt und aufgebaut. Das LF 16-TS weist wie das LF 16/12 eine Wassernennförderleistung von 1600 l/min bei 8 bar Ausgangsdruck auf. Anders als im LF 16/12 ist die Pumpe jedoch an der Fahrzeugfront verbaut.


LF 16-TS – Florian Dortmund 27-45-01

– Fahrgestell: Iveco 90-16

– Gewicht: 9 Tonnen

– Aufbauhersteller: Lentner

– Motor und Antrieb: 118 KW (160 PS),
Allradantrieb, Schaltgetriebe

– Besatzung: 1/8

– Sondersignal: 2 Rundum-Blaulichter,
Frontblitzer und Heckblaulicht; 4-Klang-
Martin-Presslufthorn

– Tragkraftspritze

 Im Heck befindet sich kein Wassertank, sondern eine Tragkraftspritze. Daher rührt die Bezeichnung „TS“. Die Tragkraftspritze ist im Gegensatz zu den am oder im Fahrzeug verbauten Pumpen transportabel. Sie kommt oft in unwegsamem Gelände zum Einsatz, wo Wasserquellen nicht direkt mit dem Fahrzeug angefahren werden können und/oder lange Strecken und Steigungen von der Wasserquelle bis zum Brandherd überwunden werden müssen. Damit kann beispielsweise aus einem im Wald befindlichen See Wasser angesaugt und über eine weite Strecke gefördert werden. Die moderne TS vom Typ Iveco Magirus Tragkraftspritze Fire TS 10-1000 wurde 2008 nachgerüstet und liefert über 1700 L/min bei 8 bar im Normalbetrieb. Im Saugbetrieb aus einer Tiefe von 7,5m schafft die Pumpe immer noch beachtliche 1200 L/min bei 8 bar. Angetrieben wird die Pumpe von einem 74 PS starkem Benzinmotor.

Des Weiteren gehören u.a. folgende Gegenstände zur Beladung:

Schaumrohre, Schaumkanister und -zumischer

Schläuche im LF 16-TS

A-Saugschläuche

30 B-Schläuche a 20m

Tragbare Leitern

4 Pressluftatmer

First Responder Ausstattung
Diese umfasst einen Notfallkoffer, medizinischen Sauerstoff, eine Babynotfalltasche, einen AED (Autonomen Externen Defibrilator) sowie Geräte zur Stabilisierung der Wirbelsäule (Stiff Neck, KED-System).
Das LF 16/TS ist auf Grund seiner hohen Anzahl von B-Schläuchen und der zusätzlichen tragbaren Pumpe besonders für die Wasserversorgung über lange Wegestrecken geeignet. Es ist aber durchaus auch in der Lage, Wohnungsbrände zu bekämpfen. Klarer Nachteil ist allerdings der fehlende Wassertank, der die Einsatzkräfte unmittelbar mit Wasser versorgt, bis die Löschwasserversorgung von einer externen Quelle aufgebaut ist. In Lichtendorf und Sölderholz hat dieses Fahrzeug auf Grund der ländlichen Beschaffenheit und der Vielzahl von abgelegenen Bauernhöfen und Waldstücken jedoch seine Existenzberichtigung.
Weiter wird dieses Fahrzeug zur Ausbildung der Jugendfeuerwehr verwendet und von den First Respondern als Einsatzfahrzeug verwendet. Die Löschfahrzeuge des Typs LF 16/TS sind wie in Lichtendorf hauptsächlich durch den BUND beschaffte Fahrzeuge. Diese waren dem Katastrophenschutz angegliedert. Nach der Neuorganisation des Katastrophenschutzes Mitte der 1990er Jahre wurden die Fahrzeuge meistens für symbolische Beträge oder kostenlos an die Städte und Kommunen abgegeben. Anders in Lichtendorf: das Fahrzeug ist weiterhin im Besitz des BUND und wird von diesem unterhalten. Das Lichtendorfer LF 16/TS befindet sich von Beginn an, also seit 1989, im Fuhrpark des Löschzuges.